Über mich

Liebe Leserinnen und Leser,

mein Name ist Gabriel Fritz*, ich bin Mitte Vierzig und deutlich zu oft ohne eigenes Zutun im Arbeitsleben gescheitert.

Ich schreibe diesen Blog, weil ich es nicht länger hinnehmen kann und möchte, wie ungleich und absurd das Kräfteverhältnis zwischen Arbeitnehmer*- und Arbeitgeber*innen, Armen und Reichen und nicht zuletzt zwischen Bürger*innen und Regierenden in Deutschland inzwischen geworden ist. Es ist aus meiner Sicht höchste Zeit, dass die Interessen, Nöte und Ängste Vieler wieder höhere Priorität erlangen, als der Machthunger und die Profitgier Weniger. Es ist an der Zeit, sich als anständiger Mensch zu empören und mit allen demokratischen Mitteln und zivilem Ungehorsam GEGEN die voranschreitende Ungerechtigkeit, Diskriminierung, Neid, Verrohung des Umgangs, Ohnmacht, Lethargie und den wieder aufkeimenden Fremdenhass zu kämpfen.

Viel zu lange haben wir uns mit dem Gift des Neoliberalismus füttern und vergiften lassen. Wie anders ist es zu erklären, dass unsere Gesellschaft und insbesondere die Arbeitswelt in Deutschland heute derart degeneriert und inhuman geworden sind? Wie sozial ist eine Marktwirtschaft, in der eine Mehrheit den Wohlstand weniger erwirtschaftet, dabei aber permanent um die eigene Teilhabe, Versorgung und Absicherung ringen muss? Wie demokratisch ist ein Staat, den opportunistische/korrupte Politiker*innen – getrieben von der Gier nach Macht und unter Vorhaltung von vermeintlichen gesellschaftlichen und globalen Zwängen heraus – gegen die Interessen der Mehrheit ihres Volkes regiert? Und warum wählen wir sie immer wieder?

Ja, meine Motivation ist persönlich. Ich habe meine letzten vier Jobs verloren, obwohl meine Leistungen und meine Zuverlässigkeit (dokumentiert durch Beurteilungen und Arbeitszeugnisse) tadellos waren. Von der Mehrheit meiner Kolleg*innen und Vorgesetzten wurde ich stets als „toller Mensch“ und als „lieber und engagierter Kollege“ bezeichnet. Ihr, liebe Leserinnen und Leser, fragt Euch an dieser Stelle zurecht, wie es sein kann, dass so jemand seine Anstellung verliert. Ganz einfach, weil es heute schon genügt in einem Unternehmen Probleme und Missstände zu thematisiert, sich für Kolleg*innen einzusetzen, der Arbeitnehmer*innenvertretung nahe zu stehen und verbriefte Rechte einzufordern. Wirklich gefeuert worden bin ich nie. Ich war in diesen Jobs befristet beschäftigt und wurde, nachdem ich mir jeweils zwei Jahre im Streben nach Anerkennung und Gewolltsein ein Bein ausgerissen habe, vom Hof gejagt.

Lange und zur Bereicherung meiner Therapeutin habe ich versucht den Fehler bei mir zu finden. Ich habe mich aufrichtig bemüht und trainiert besonnen, diplomatisch, sachlich, höflich und stets verbindlich zu sein. Dabei habe ich mich bis zum gerade noch erträglichen Maß verbogen und angepasst und dennoch nie eine Festanstellung bekommen. Und nun bin ich an einem Punkt in meinem Leben angelangt, an dem ich mich weder weitere Kompromisse eingehen, noch mich auch nur ein Haar breit weiter anpassen werde. Ich habe erkannt, dass nicht ich das Problem bin, sondern dass unsere Gesellschaft und unsere Arbeitswelt ein grundlegendes Problem hat. Dagegen schreibe ich hier an.

Mit meinen Beiträgen kehre ich mein Innerstes nach außen und hoffe auf diesem Weg möglichst viele Leidensgenoss*innen zu erreichen, Mitstreiter*innen zu finden und mit Euch in Austausch zu treten. Ich wiederhole es gerne: Es ist an der Zeit, dass wir uns wehren!

Herzlichst Euer

Gabriel Fritz

PS: Verschwörungstheoretiker*innen, Verfassungsschützer*innen, Reichsbürger*innen, Fasch-ist*innen, religiöse Spinner und andere Kleingeister sind auf dieser Seite ausdrücklich nicht willkommen.

* Ich schreibe und betreibe diesen Blog unter dem Pseudonym Gabriel Fritz, weil ich trotz aller oben genannten Widrigkeiten sehr, sehr gerne Arbeiten. Würde ich hier runter meinem Klarnamen veröffentlichen, käme das aber meinem beruflichen Selbstmord gleich. Alleine diese Tatsache zeigt, wie wichtig dieser Blog ist. 

Gabriel Fritz

Gabriel Fritz

Blogger/Aktivist

Warnung vor dem Keks! Diese Seite verwendet Cookies, weil sie es kann. Mit der weiteren Verwendung stimmst Du der Nutzung zu, verkaufst Deine Seele und stimmst ins Lobpreisen der deutschen Datenschutzgrundverordnung ein. Datenschutzerklärung